Irgendwann ist Schluss

Projektplanung ist ja so eine Sache – und im Moment hakt es mit eben dieser Sache bei mir, in zwei Fällen. Fall 1 ist eine Verlagssache, eine verständliche Verzögerung, die einen Erscheinungstermin herausschiebt. Kein Beinbruch, eventuell sogar ein kleiner Segen, der Aktualität wegen.

Fall 2 allerdings … naja, irgendwann ist Schluss mit Lustig, oder zumindest mit der Lust. Da stemmt man ein Konzept, macht Vorarbeiten, investiert Zeit und auch etwas Geld. Und was kommt? Gähnendes Desinteresse der von diesem Projekt letztendlich profitierenden Parteien, nämlich der touristischen Attraktionen mit einer speziellen Zielgruppenorientierung. Ein spezieller Reiseführer eben für diese (nicht kleine) Zielgruppe? Ach, dafür stehen die Herren und Damen im Management (oder der PR-Abteilung) doch nun gar nicht erst auf.

In Zahlen – von allen sowohl auf Postweg wie elektronisch kontaktierten Einrichtungen meldeten sich nicht einmal 25% zurück. Und das waren nicht gerade die grössten, am lautesten auftretenden Vertreter ihrer Spezies, eher die Ein-Mann- und Familienbetriebe. Und selbst bei diesen hatte ich den Eindruck, dass die komplette Lektüre des Anschreibens als optional angesehen wird. In den Zeiten des grassierenden TL;DR kann man ja getrost wichtige Fragen ignorieren, und dafür die eigenen Fragen nach im Anschreiben bereits genau erklärten Punkten stellen. Herr, schmeiss Hirn vom Himmel!

Also sitze ich nun und grüble – da mir dieses Projekt doch am Herzen liegt, werde ich noch einmal nachhaken. Gemütlich, denn den vorgesehenen Redaktionsschluss kann ich schon mal den Hasen geben. Dabei war der selbst für einen erfahrenen Prokrastinator wie mich sehr großzügig angesetzt. Naja, wie Johnny Logan dereinst philosophisch fragte: “What’s another year?”

Also wird ein anderes Projekt vorgezogen, das Bild sei ein Vorgeschmack darauf …

Ganz nahe dem Klötzle Blei sinniert die Schöne Lau ...
Ganz nahe dem Klötzle Blei sinniert die Schöne Lau …

Keine Angst, auch wenn ich derzeit Hauffs “Lichtenstein” lese, ein Ausflug in die schwäbische Sagenwelt wird es nicht. Es bleibt in Irland, thematisch, aber mit der Schönen Lau hat es gewissermaßen schon zu tun. Und mit viel Archivarbeit. Zurück zu den Wurzeln, sozusagen, denn nicht alles findet man in Wikipedia und mit Google, da kommt einem dann so manche in Bibliotheken und Archiven verbrachte Stunde des Studiums doch gut in Erinnerung.

Als Ausgleich … eine Überarbeitung steht auch noch an. Aber das ist ja fast schon Routine. Und, leider, geistig nicht unbedingt so sehr herausfordernd.

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